Ratgeber Löttechnik

Wissenswertes zu Löttechnik


  • Was versteht man unter Löttechnik und wie funktioniert das Löten?
  • Wo kommt Löttechnik zum Einsatz?
  • Welche Werkzeuge werden in der Löttechnik eingesetzt?
  • Welcher Lötkolben ist der passende für welche Arbeit?
  • Worauf muss man beim Löten achten?


Was versteht man unter Löttechnik und wie funktioniert das Löten?

Das Löten ist eine Verbindungstechnik, bei der zwei metallische Bauteile mithilfe einer leicht schmelzbaren Metalllegierung unter hoher Temperatur stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Im Gegensatz zum Schweißen werden die zu verbindenden Bauteile nicht in ihrer Tiefe aufgeschmolzen. Das Hilfsmaterial zum Verbinden der Werkstücke ist das Lot, aufgrund seiner Zusammensetzung auf Zinnbasis oft auch Lötzinn genannt. Löten erzeugt zwischen den Bauteilen sofort eine intermetallische, also elektrisch leitende, Verbindung. Zur Vermeidung von Oxidation der Verbindungsstellen sowie zur besseren Verteilung des Lots und damit der Gewährleistung einer dauerhaften Verbindung wird in Kombination mit dem Lot in der Regel noch ein Flussmittel eingesetzt. Das Löten als elektrische Verbindungstechnik kommt im Privatbereich meist in der Elektrotechnik und Elektronik zum Einsatz. 

Für verschiedene Verbindungszwecke werden unterschiedliche Lötverfahren eingesetzt. Diese definieren sich durch den genutzten Temperaturbereich bzw. Schmelzpunkt des Lotes.

Hiernach wird unterschieden zwischen:

  • Weichlöten in der Elektronik, bis 450 Grad Celsius
  • Hartlöten in der Installationstechnik, ab 450 bis 900 Grad Celsius
  • Hochtemperaturlöten bei über 900 Grad Celsius

Die notwendige Löttemperatur wird mithilfe eines sogenannten Lötkolbens oder Lötbrenners erzeugt. In speziellen Anwendungen kommen auch Heißluft oder Dampf, Induktion, Wärme- oder Laserstrahlung, Ultraschall sowie andere Techniken der Temperaturerzeugung zum Einsatz. 

Neben dem Löten mit einem klassischen Lötkolben haben sich daher auch etliche industrielle Lötverfahren, wie beispielsweise das Tauchlöten, Schwalllöten oder Reflow-Löten, etabliert. Diese Verfahren unterscheiden sich neben unterschiedlichen Temperaturen durch die Methoden zur Einbringung von Lot und Flussmittel an der jeweiligen Lötstelle.


Wo kommt Löttechnik zum Einsatz?

Die Löttechnik bietet durch moderne Technologien vielfältige Einsatzmöglichkeiten. In vielen Bereichen der Haustechnik und Industrie sorgen gelötete Verbindungen für zuverlässigen Halt und leitende Verbindungen. Je nach Einsatzzweck und damit verbundenen Ansprüchen an Festigkeit und Leitfähigkeit kommen verschiedenste Verfahren und Temperaturbereiche zum Einsatz.

  • Hauptsächlich findet das Löten bei der Herstellung leitender Verbindungen von elektronischen Bauelementen mit Kabeln oder auf Leiterplatten Verwendung. Auch in der industriellen Produktion, z. B. in der Platinenherstellung von Elektronikprodukten, kommt die Technik des Weichlötens zum Einsatz.
  • In der Installationstechnik werden durch Hartlöten dauerhafte Verbindungen von Wasser-, Heizungs-, Öl- oder Gasleitungen gewährleistet.
  • Im Fahrzeugbau wird das Löten neben dem Schweißen zur Verbindung von Karosserieteilen angewendet.
  • Zur Oberflächensicherung von Bauwerken, insbesondere der Erstellung von Dachabschlüssen ist das Löten ebenfalls eine bevorzugte Verbindungsart.

Im Übrigen lassen sich Lötverbindungen im Gegensatz zu geschweißten auch wieder entlöten, also ändern und korrigieren. Dadurch ist das Löten für temporäre Verbindungen immer die erste Wahl. 


Welche Werkzeuge werden in der Löttechnik eingesetzt?

Werkzeuge in der Löttechnik unterteilen sich in folgende Kategorien:

Elektrische Lötkolben

Elektrische Lötkolben sind in der Löttechnik die meistgenutzten Handwerkzeuge und finden vor allem in der Elektronik und Elektrotechnik Verwendung. Elektrische Lötkolben sind in der Regel für das Weichlöten, also Löten bei Temperaturen bis 450 Grad, konzipiert. In dieser Kategorie finden sich Geräte unterschiedlichster Temperaturbereiche, Leistungsstärken, Bau- und Lötspitzenformen. Die Lötspitze ist wechselbar und kann dem entsprechenden Einsatzzweck angepasst werden. Zudem sind Sondermodelle für kreative Anwendungen (Lötmalerei), Modellbau oder Kunststoffarbeiten, wie z. B. das Schneiden von Schaumstoff, erhältlich.

Lötkolben-Sets

Elektrische Lötkolben sind oftmals in Sets erhältlich. Diese Sets beinhalten alles, was zum elektrischen Löten benötigt wird. Reinigungsmittel, Lötzinne, Flussmittel oder auch Ständer und Halterungen sind nahezu immer Teile des Lieferumfanges. Sets werden oft schon in einem praktischen Tragekoffer, ideal zum Transportieren und Aufbewahren des Lötkolbens nebst Kleinteilen, angeboten.

Lötstationen und Erweiterungen

Komplette Lötstationen bieten vor allem Komfort und Präzision beim Löten und Arbeiten. Oftmals mit einer elektrischen Temperaturregelung ausgestattet, sind sie auf die konkreten Anforderungen beim kompletten Lötvorgang anpassbar. Viele Zubehör- und Austauschteile, insbesondere ein in der Regel integrierter Lötkolbenhalter, statten den Löt-Arbeitsplatz komplett aus und erlauben sofort professionelles Arbeiten ohne große Vorbereitung.

Anwärmbrenner

Dieses sind Hochleistungsgasbrenner, die Temperaturen ab 1.000 Grad Celsius erzeugen können und unter anderem gerne bei Dacharbeiten und in der Installationstechnik zum Hartlöten eingesetzt werden.

Gaslötkolben und -geräte

Als die eigentlichen Brenner für das Gaslöten bieten sie einen definierten Temperaturbereich und sind für spezifische Lötarbeiten in fast allen Einsatzbereichen konzipiert. 

Löt-Zubehör

Ein Werkzeug ist immer nur so gut wie seine Pflege und Ausstattung. In der Kategorie Löt-Zubehör dreht sich alles um technische Hilfsmittel zur individuellen Ausstattung und Pflege der Lötwerkzeuge. Artikel rund um spezifische Lötarbeiten wie Lötspitzen in allen Variationen oder Werkzeuge zum Entlöten, wie Entlötpumpen und -litzen, dürfen in keiner gut sortierten Werkstatt fehlen. Dies gilt natürlich erst recht für Zubehör zur sicheren Handhabung eines Lötkolbens wie die richtigen Ständer und Halter. 


Welcher Lötkolben ist der passende für welche Arbeit? 

Im Hobby- und Freizeitbereich erhält man einfache Einsteiger Lötkolben mit guten Leistungsdaten bereits oft in Sets zu einem günstigen Preis. Je nach Einsatzbereich muss man grob zwischen einfachen Elektromodellen und Profigeräten unterscheiden. Auch die Geräteleistung sollte immer dem Bedarf angepasst sein. Für Anschlüsse in der Feinelektronik ist beispielsweise eine deutlich geringere Leistung nötig als bei mechanisch beanspruchten Verbindungen. Wer professionelle Elektronikarbeiten durchführen möchte, sollte eine komplette Lötstation in Erwägung ziehen. Diese bietet deutlich höheren Komfort und Genauigkeit beim Löten. 


Worauf muss man beim Löten achten?

Wie bei allen Arbeiten mit Elektrowerkzeugen steht die Sicherheit auch gerade beim Löten immer im Vordergrund. Auf eine ordnungsgemäße Ausstattung eines Arbeitsplatzes mit vorschriftsmäßig installierten Elektroanschlüssen sollte man hier genauso achten wie auf eine gute Brandschutzausstattung in Reichweite. Elektrische Lötkolben und Lötstationen müssen immer entsprechend abgesichert sein und bei Nichtbenutzung vom Stromnetz getrennt werden.

Einige Lötkolben-Bauteile wie Lötspitzen nutzen mit der Zeit ab und es empfiehlt sich, diese beim Auftreten von Verschleißanzeichen unverzüglich zu wechseln. Pflege- und Sicherheitshinweise der eingesetzten Werkzeuge und Zubehörprodukte sollten immer entsprechend zurate gezogen werden. Lötdämpfe sollten grundsätzlich nicht eingeatmet werden und wenn möglich immer gut entweichen können.

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