Beschreibung
Master DE.40 Festbrennstoffregler mit einstellbarem Potenzialfreien Kontakt (150–200°C)
Der Master DE.40 ist eine erweiterte digitale Kesselregelung für Festbrennstoffanlagen, die gleichzeitig Kessel- und Abgastemperatur überwacht und Pumpen sowie Zusatzverbraucher zuverlässig steuert. Unterscheidungsmerkmal ist der einstellbare potenzialfreie Kontakt: Er kann gezielt auf den Abgastemperaturfühler (PT1000, Sensor T2) gelegt und dort auf einen Bereich von 150 bis 200 °C gesetzt werden – optimiert für Ihre Schalt- und Sicherheitswünsche.
Die Hauptregelung steuert die Ladepumpe abhängig von eingestellter Kessel- oder Abgastemperatur: Ist einer der Sollwerte erreicht, läuft die Pumpe, sie schaltet aber erst dann ab, wenn beide Temperaturen unter Soll minus Hysterese gefallen sind. Das verhindert ein vorzeitiges Abschalten im Teillastbetrieb und schützt den Pufferspeicher zuverlässig vorm Auskühlen. Die Variante DE.40 ist ansonsten identisch mit der bewährten DE.36, bietet aber zusätzliche Flexibilität durch den variablen Schaltkontakt.
Der Anti-Blockierschutz und die Frostschutzfunktion sorgen zusätzlich für eine lange Lebensdauer der Pumpe. Die Montage ist dank der komplett gelieferten Sensoren und Kabel unkompliziert.
Wie funktioniert die Pumpen- und Zusatzkontaktsteuerung des Master DE.40
Die Master DE.40 Steuerung sorgt für eine besonders sichere und effiziente Regelung, indem sie zwei Temperaturwerte (z. B. von Kessel und Abgas) überwacht und entsprechend die Pumpe sowie einen Zusatzkontakt steuert. Die Funktionsweise ist wie folgt:
- Pumpe EIN (ON):
- Die Pumpe startet nur dann, wenn beide Bedingungen erfüllt sind:
- - Die Temperatur am ersten Fühler (T1, z. B. Kessel oder Puffer) ist mindestens so hoch wie der individuell eingestellte Sollwert (T1 ≥ T1soll).
- - Gleichzeitig ist die Temperatur am zweiten Fühler (T2, z. B. Abgas/Abgasrohr) mindestens so hoch wie dessen Sollwert (T2 ≥ T2soll).
- Erst wenn beide Temperaturen hoch genug sind, wird die Pumpe eingeschaltet. So wird sichergestellt, dass genügend Wärme zur Verfügung steht.
- Pumpe AUS (OFF):
- Die Pumpe wird ausgeschaltet, falls beide Bedingungen zutreffen:
- - T2 liegt unter dem Sollwert von T1 abzüglich Hysterese (T2 < T1soll – Δ)
- - T2 liegt unter seinem eigenen Sollwert abzüglich Hysterese (T2 < T2soll – Δ)
- Beide Temperaturen müssen also ausreichend abgekühlt sein, bevor die Pumpe ausgeht. Das verhindert unnötige kurze Einschaltzeiten und schützt Ihren Pufferspeicher vor Auskühlung.
- Zusatzkontakt (z. B. für weiteren Wärmeerzeuger):
- Über den potenzialfreien Zusatzkontakt können Sie ein weiteres Gerät wie z. B. einen Zusatzkessel schalten – dieser arbeitet unabhängig von der Pumpe mit eigenen Schaltschwellen am Abgasfühler.
- - Kontakt EIN (ON): Der Kontakt wird geschlossen, sobald T2 (Abgastemperatur) die einstellbare Einschaltschwelle erreicht oder übersteigt (T2 ≥ Kontakt-Schwelle).
- - Kontakt AUS (OFF): Der Kontakt wird geöffnet, wenn T2 um mindestens 10°C unter diese Schwelle fällt (T2 < Kontakt-Schwelle – 10°C).
- Dadurch können Zusatzgeräte gezielt und sicher erst ab einer gewünschten Abgastemperatur zugeschaltet und auch wieder rechtzeitig abgeschaltet werden.
Das Resultat: Maximale Sicherheit, kein unnötiges Takten, längere Lebensdauer Ihrer Anlagenkomponenten und optimaler Schutz vor Auskühlung des Pufferspeichers.
Vorteile
- Stellt Pumpen und Zusatzgeräte optimal auf Kessel- oder Abgastemperatur ein
- Potenzialfreier Kontakt kann gezielt für Zusatzverbraucher im Bereich 150–200 °C Abgastemperatur eingestellt werden
- Verhindert das Auskühlen des Pufferspeichers nach Kesselausschaltung
- Anti-Stopp-Funktion schützt dauerhaft vor festsetzenden Pumpen
- Frostschutz startet die Pumpe automatisch unter 6 °C Sensorwert
- Einfache und logische Bedienung, Lieferung inklusive passender Sensoren und Kabel
- Universell für Festbrennstoffsysteme, Nachrüstungen und modifizierte Heizungen geeignet
Technische Daten
| Beschreibung | Einheit | Wert |
|---|---|---|
| Stromversorgung | V | 230 V 50Hz |
| Schaltleistung | A | 1 |
| Leistungsaufnahme | W | 2 |
| Umgebungstemperatur | °C | 0–50 |
| Messfehler | °C | +/-1 |
| Messbereich Sensor 1 (KTY) | °C | 0–90 |
| Messbereich Sensor 2 (PT1000) | °C | 0–200 |
| Hysterese | °C | einstellbar |
| Potenzialfreier Kontakt | - | einstellbarer Schaltpunkt (150–200°C, Sensor 2, Abgas) |
| Netzkabellänge | m | 1 |
Lieferumfang
- Master DE.40 Regler
- 1x Sensor KTY 81-210 (Kessel, 2 m)
- 1x Sensor PT1000 (Abgas, 2 m)
- 1x Netzkabel (2 m)
FAQ
- Worin unterscheidet sich der Master DE.40 von der DE.36
- Beim DE.40 ist der potenzialfreie Kontakt zusätzlich an einen frei wählbaren Schaltpunkt im Bereich 150–200°C an den Abgastemperatursensor (PT1000) koppelbar. Dadurch können Zusatzverbraucher oder Sicherheitssysteme gezielt und individuell aktiviert werden.
- Wie erfolgt die Pumpenregelung
- Die Pumpe schaltet ein, wenn entweder die Kessel- oder die Abgastemperatur den Sollwert erreicht. Sie schaltet erst ab, wenn beide Sensoren den Sollwert abzüglich der Hysterese unterschreiten. Das schützt den Pufferspeicher.
- Für welche Anwendungen eignet sich der Regler
- Ideal für Festbrennstoffkessel mit Puffer, Kachelöfen mit Wassertaschen, Nachrüstungen, sowie für Einsatzbereiche mit Zusatzwärmeerzeugern (Öl/Gas), die erst ab einer Abgastemperatur von 150–200 °C aktiviert werden sollen.
- Welche Schutzfunktionen sind integriert
- Der Master DE.40 verfügt über einen Anti-Blockierschutz, der die Pumpe alle 10 Tage für eine Minute laufen lässt, um ein Festsetzen zu verhindern. Zusätzlich bietet die Frostschutzfunktion Sicherheit: Sinkt der Fühlerwert unter 6 °C, startet die Pumpe automatisch, bis die Temperatur wieder über 6 °C steigt. Beide Schutzfunktionen sind werkseitig aktiviert, können aber bei Bedarf abgeschaltet werden.
- Wie wird die Hysterese eingestellt und wie wirkt sie sich aus
- Die Hysterese ist frei einstellbar und sorgt dafür, dass die Pumpe nicht bei jedem kleinen Temperaturwechsel schaltet. Erst wenn die Temperatur den Sollwert minus Hysterese unterschreitet, geht die Pumpe aus – so wird unnötiges Takten verhindert.
- Wie funktioniert der potenzialfreie Kontakt für den Abgastemperatursensor
- Der potenzialfreie Kontakt kann so programmiert werden, dass er bei einer individuell wählbaren Abgastemperatur zwischen 150 und 200 °C schaltet (Sensor T2, PT1000). Damit kann beispielsweise ein zusätzlicher Wärmeerzeuger oder eine externe Sicherheitseinrichtung gezielt aktiviert werden.
- Wie erfolgt die Installation und Inbetriebnahme
- Der Regler wird mit allen notwendigen Kabeln und Sensoren geliefert. Nach Montage und Anschluss an 230 V können die gewünschten Schaltpunkte, Hysterese und Sicherheitsfunktionen einfach per Menütasten/LCD eingestellt werden – die beiliegende Anleitung hilft Schritt für Schritt weiter.